| Asanas:

Wer noch keine Erfahrung in der Ausführung der Übungen hat, sollte sich erst durch eine/n erfahrenen Yogalehrer/in präzise anleiten lassen und über Kontraindikationen informieren!


setubandasana – die gebundene Schulterbrücke
(Sanskrit: setu – Brücke, bandha – Verschluss, hier: gebunden, Bau)
Eine wunderbare Rückbeuge, in der das Bewusstsein für die Wirbelsäule gut geschult werden kann. Die Rückbeuge kommt hier aus der Brustwirbelsäule. Der Lendenwirbel soll möglichst lang bleiben.
Körperliche Wirkungen:
- Dehnung der gesamten Körpervorderseite (Leisten-, Oberschenkel-, Bauch-, Brust- u.
  Schultermuskulatur)
- kräftigt die Bein- und Gesäßmuskulatur und die Rückenstrecker als rumpfaufrichtende
  Muskulatur
- Dehnung der Zwischenrippenmuskulatur; schafft mehr Raum für die Brustatmung
  (mittlere Atmung)
- fördert die Beweglichkeit des Brustkorbes (unterstützt die Atmung)
- regulierend bei Unterleibsschmerzen (entkrampfend und verdauungsanregend)
Feinstoffliche Wirkungen:
- es entsteht Weite im Herzen
- stärkend für das Selbstbewusstsein, öffnend
- wirkt auf das Herzcakra (anahata cakra)

viparita karani – die halbe Kerze/ der umgekehrte Körper (Umkehrhaltung)
(Sanskrit: viparita – umgekehrt, karana – Körper)
Der Fokus in der Übung liegt beim Solarplexus und in der Umkehrung/Veränderung.
Die Wirkung entfaltet sich am besten, wenn man ca. drei Minuten in der Stellung verweilt
Körperliche Wirkungen:
- gut gegen Krampfadern
- kräftigt die Rückenmuskulatur
- fördert die Durchblutung des Gehirns (wirkt sekundär auf alle Sinne)
- fördert die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse (gut bei Diabetes)
Feinstoffliche Wirkungen:
- stärkt den Solarplexus (manipura cakra – u.a. Sitz der Willenskraft)
- kundalini sakti fließt nach oben

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vici kriya
– die große Welle
(Sanskrit: vici – Welle , kriya – Bewegung)
Ideal als Erwärmung vor der Asana- Praxis oder als Übung zwischendurch, um Verspannungen in Schultern und Rücken zu lösen.
Und:
- mobilisiert die Wirbelsäule und Gelenke, von den Fingern bis zu den Zehen
- kräftigt die Muskulatur, besonders in Rücken und Schultern
- dehnt Muskulatur von Beinrückseiten und Rücken
- Koordination von Atem und Bewegung
Hierdurch jeweils Verlängerung der Ein- und Ausatemphase.
Die erhöhte Konzentration/ Fokussierung in der Übung unterstützt die Präsenz im Augenblick



dharmikasana
– Vorbereitung für das Leben
(Sanskrit: dharma – Lebensaufgabe, eka - eins)
Symbolisiert die Fötusposition, als Vorbereitung für das Leben.
In dieser Position hat der Körper am längsten verweilt (9 Monate).
Diese Stellung erinnert auch an die Form eines Samenkornes, das sich zum Sprießen vorbereitet.
Körperliche Wirkungen:
- in dieser Übung ist die Wirbelsäule am längsten gedehnt. Es entsteht Raum zwischen
  den einzelnen Wirbelkörper, die Bandscheiben werden entlastet (besonders in der LWS)
- fördert die Durchblutung im Kopf; kann Kopfschmerzen vorbeugen
Feinstoffliche Wirkungen:
- in der Vorbeuge wird die Fähigkeit zur Hingabe gestärkt

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parsvakonasana - seitlich gestreckte Winkelhaltung
(Sanskrit: parsva – Flanke, Seite; kona – Ecke, Winkel)
Die Symbolik liegt darin, den Körper in einer ganz anderen Position zu erfahren.
Der Fokus in dieser Stellung liegt in der Erdung (muladhara cakra) und der inneren Kraft.
Körperliche Wirkungen:
- kräftigt die Oberschenkelmuskulatur („Standfestigkeit im Leben“)
- dehnt die Hüftmuskulatur (Abbau von Überspannung in diesem Bereich)
- dehnt die gesamte Flanke und damit den Leber- und Gallenmeridian
- fördert die Nierenfunktion und unterstützt die Ausscheidungsorgane und die Verdauung
  (Anregung der Peristaltik des Dünndarms)



vrksasana - der Baum
(Sanskrit: vrksa – Baum)
Fokus dieser Standhaltung und Gleichgewichtspose ist die Erdung und innere Balance
Körperliche Wirkungen:
- kräftigt die tieferen Schichten der Rückenmuskulatur und das innere Fußgewölbe
- stabilisiert die Beinmuskulatur
- fördert die Aufrichtung der Körperhaltung
Feinstoffliche Wirkungen:
- zentriert, erdet
- fördert das Konzentrationvermögen
- stärkt das innere und äußere Gleichgewicht



sirsasana – der Kopfstand (Umkehrhaltung)
(Sanskrit: sirsa- der Kopf)
Symbolik: die Welt auf den Kopf stellen und das Leben aus einer anderen Perspektive betrachten.
Diese Übung für Fortgeschrittene erfordert eine intensive, kräftigende Vorbereitung für Schulter-, Rücken- und Bauchmuskulatur. Der Kopf und die Halswirbel dürfen keinen Druck erfahren!
Körperliche Wirkungen:
- entlastet den Kreislauf, gut gegen müde Beine und Krampfadern
- bringt sauerstoffreiches Blut in die Gehirnzellen, verjüngt die Zellen
- die Lungen bekommen viel Kraft
Feinstoffliche Wirkungen:
- verbessert Konzentrationsfähigkeit
- fördert Vitalität
- lenkt die Energie in die oberen Chakren (Sanskrit: cakras)

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© Holger Bartel